Münchner Literaturbüro - Haidhauser Werkstatt e.V.    
       
  Haidhauser Werkstattpreis. Diese Seite beschreibt Historisches. Wollen Sie wissen wie zur Zeit Werkstattpreis gehandhabt wird, klicken Sie bitte hier.    
       
 

 

Ausschreibung zum 11.Haidhauser Werkstattpreis Der Literaturpreis wird vom Münchner Literaturbüro zum sechsten Mal überregional ausgeschrieben. Anders als bei vergleichbaren Wettbewerben üblich, trifft eine Jury aus den eingesandten Werken nur eine Vorauswahl, den eigentlichen Preis aber bestimmt in einer öffentlichen Lesung das Publikum.

Teilnahmebedingungen: Es können in der Sparte Prosa max. 5 Seiten Text, bei Lyrik min. 5 und max. 10 Gedichte eingesandt werden. Das Thema ist frei, die Texte müssen jedoch deutschsprachig sein. Es spielt keine Rolle, ob die Texte schon veröffentlicht sind. Jeder Autor kann an beiden Sparten teilnehmen. Die Beiträge können ab dem 1. März 2001 eingereicht werden. Einsendeschluß ist der 31. Oktober 2001 (Datum des Poststempels). Sie sind an folgende Adresse zu richten:

Münchner Literaturbüro - Haidhauser Werkstattpreis - Milchstraße 4 81667 München

Die eingesandten Beiträge dürfen keinen Hinweis auf den Verfasser enthalten, sie werden anhand des Begleitschreibens von einem Vertrauensmann des MLB mit einem Code versehen. Es wird ein Startgeld in Höhe von 5, Euro je Sparte erhoben. Der Betrag kann beigelegt oder auf das Konto des Münchner Literaturbüros (Kto.-Nr.: 888 32 02, BLZ: 700 205 00 bei der Bank für Sozialwirtschaft München) überwiesen werden.

Aus den Startgeldern wird der Preis finanziert. Er beträgt 1000,- je Sparte. Die Jury, bestehend aus acht Mitgliedern des MLB, lädt im Februar 2000 die ausgewählten AutorInnen - sechs je Sparte - zur Lesung ein. Wenn es die finanziellen Möglichkeiten des MLB erlauben, wird unter Umständen ein Unkostenbeitrag für Anreise und ggf. Übernachtung gewährt. Alle Teilnehmer werden benachrichtigt.

Zum Haidhauser Werkstattpreis: "Kein Vorstand und keine Jury sollen den Preisträger bestimmen, sondern allein das Publikum." Und so rief der Vorstand erstmals im Herbst 1991 acht Kandidatinnen und Kandidaten aus dem MLB auf, sich mit jeweils einem Text der Diskussion und dem Votum der Zuhörer zu stellen. 1993 wurde der Haidhauser Werkstattpreis bereits bundesweit ausgeschrieben. 1995 wurde der bundesweite Wettbewerb nicht nur für Prosa, sondern auch für Lyrik durchgeführt. Nachdem sich zeigte, daß der bundesweit ausgeschriebene Wettbewerb ungemein arbeitsintensiv ist, wird der Preis im jährlichen Wechsel einmal intern und einmal überregional vergeben.

Interner Aufruf: Beim internen Aufruf einigt sich der Vorstand auf eine Kandidatenriege. Grundlage der Auswahl ist dabei die Autorenliste der Freitagslesungen aus den zurückliegenden zwei Jahren. Selbstverständlich werden auch Nicht-Mitglieder aufgerufen. Ausschlaggebend für den Aufruf ist nicht ein einzelner guter Text, sondern eine Reihe gelungener Texte. Alle Autorinnen und Autoren entscheiden jedoch selbst, mit welchen Texten sie zum Wettstreit antreten.

Seit September 2001 wählt das Publikum des MLB seine Literaturpreis-Kandidaten direkt. Jeden 1. Freitag im Monat können max. 6 Autoren und Autorinnen einen oder mehrere Texte mit einer Gesamtlänge von 10 Minuten vorstellen und sich dem Urteil des erfahrenen Publikums stellen. Gemäß der Tradition des MLB wird natürlich weiterhin über Stärken und Schwächen der einzelnen Texte ausgiebig diskutiert. Am Ende jeden Abends wird durch Abstimmung ein/e Tagessieger/in ermittelt. Das Publikum bestimmt, ob der/die Tagessieger Kandidat/in für den Haidhauser Werkstattpreis wird.Sind 12 Tagessieger/innen gefunden, wird das Publikum in Endausscheidungen den/die Sieger/in des Haidhauser Werkstattpreises bestimmen. Natürlich gibt es ein Preisgeld, aber darum geht es ja nicht, oder?

Bundesweite Vergabe: Bei der bundesweiten Vergabe werden eine Lyrik- sowie eine Prosa-Jury gebildet, die aus mindestens 4 Juroren besteht. Eine Vertrauensperson öffnet die Postzusendungen, legt eine Teilnehmerkartei an, anonymisiert die Beiträge und fertigt die erforderlichen Kopien an. Erst nachdem sich die Juroren auf die Kandidaten geeinigt haben, gibt die Vertrauensperson den Nummernschlüssel frei. Im Gegensatz zum internen Preis steht also bei der überregionalen Ausschreibung allein der vorliegende Autorenbeitrag zur Entscheidung. Juroren Vom Jurorenteam wird Arbeitseinsatz und Objektivität gefordert - eine mühevolle Aufgabe. Unseren Juroren sind ganz bewußt keinerlei Informationen über die Verfasser der Texte zugänglich. Deshalb erfordert eine Teilnahme am Haidhauser Werkstattpreis keinen literarischen Lebenslauf, sondern lediglich Text und Adresse der AutorInnen. Hiermit wird ausgeschlossen, daß ein Wissen um die Person des Verfassers die Entscheidung beeinflußt.

Publikumspreis: Das Münchner Literaturbüro war von Anfang an sehr stolz darauf, einen Literaturpreis ins Leben gerufen zu haben, der nach Publikumsentscheid vergeben wurde. Betrachtet man heute die Szene der Literaturpreise, so läßt sich feststellen, daß Publikumsentscheide weitgehend selbstverständlich geworden sind - das freut uns. Was uns nicht freut, ist die bundesweit zunehmende Diskriminierung von Autorinnen und Autoren wegen Überschreiten einer Altersgrenze; ein Blick auf unsere Kandidatenliste belegt, daß alle Altersgruppen vertreten sind. Bei der Auswahl 1995 weigerten sich die Lyrikjuroren, sich auf die vorgesehenen 4 KandidatInnen zu beschränken und setzten es durch, daß 8 KandidatInnen in der Publikumsauswahl standen. Umgekehrt verhielt es sich 1997. Statt der geplanten 6 KandidatInnen für Lyrik wurden nur 4 in die engere Auswahl genommen. Erfahrungsgemäß gehen wir davon aus, daß künftige Prosawettbewerbe wie geplant durchgeführt werden können. Lyrik jedoch ist ein weitaus schwierigeres Feld und wird es auch in Zukunft bleiben.

Preisgeld: Mit der Idee des Preises wurde seinerzeit pro forma ein Preisgeld in Höhe von 1000,- DM festgelegt. Dieses Preisgeld trugen anfangs Geschäftsleute aus Haidhausen zusammen, doch bereits 1994 kam auf diese Weise nur noch ein Teilbetrag zusammen. Nachdem bei den überregionalen Ausschreibungen seit 1995 ein Startgeld von 10,- DM erhoben wird, kann davon ausgegangen werden, daß damit nicht nur die jeweiligen Preisgelder, sondern auch künftig die Fahrtkosten und die Unterbringung der Kandidaten bezahlt werden können. Preisträger der internen Aufrufe erhalten einen Sachpreis.

Bisherige Preisträger

1991 - intern Prosa : Alexej Moir / München

1992 - intern Prosa : Arwed Vogel / München

1993 - überregional Prosa (548 Einsendungen) : Claudia Sykora-Bitter / Wien

1994 - intern Prosa : Petra Scherzer / München

1995 - überregional Prosa (112 Einsendungen) : Ulrich Büttner / München --- Alex Quednau / München

1995 - überregional Lyrik (107 Einsendungen) : Arnold Leifert / Much --- Florian Seidel / München

1996 ausgefallen

1997 - überregional Prosa (276 Einsendungen) : Ulrike Budde / Haar

1997 - überregional Lyrik (227 Einsendungen) : Thilo Schmid / Köln

1998 - intern Prosa : Jaromir Konecny / München

1998 - intern Lyrik : Jörg Schön / München

1999 - überregional Prosa : Karin Kusterer / München

1999 - überregional Lyrik : Hendrik Rost / Berlin

2000 - intern Prosa : Lilo Wirth

2000 - intern Lyrik : Hans-Karl Fischer / München