mlb - werkstattpreis

 

 

  Münchner Literaturbüro - Haidhauser Werkstatt e.V.    
       
  Haidhauser Werkstattpreis. Diese Seite beschreibt Historisches, bis zum Jahr 2006 Gültiges. Wollen Sie wissen wie zur Zeit Werkstattpreis gehandhabt wird, klicken Sie bitte hier.    
      Kein Vorstand und keine Jury sollen den Preisträger bestimmen, sondern allein das Publikum. MLB-Vorstand, 1991
 


Seit dem Herbst 1991 hat sich beim Haidhauser Werkstattpreis manches verändert, doch das Motto dieser Seite gilt noch immer.

Seit September 2001 wählt das Publikum des MLB seine Literaturpreis-Kandidaten direkt:
Jeden 1. Freitag im Monat können max. 6 Autoren und Autorinnen einen oder mehrere Texte mit einer Gesamtlänge von 10 Minuten vorstellen und sich dem Urteil des erfahrenen Publikums stellen. Gemäß der Tradition des MLB wird natürlich weiterhin über Stärken und Schwächen der einzelnen Texte ausgiebig diskutiert.
Am Ende des Abends wird durch Abstimmung ein/e Tagessieger/in ermittelt. Das Publikum bestimmt, ob der/die Tagessieger/in Kandidat/in für den Haidhauser Werkstattpreis wird. Sind 12 Tagessieger/innen gefunden, wird das Publikum in Endausscheidungen den/die Sieger/in des Haidhauser Werkstattpreises bestimmen. Natürlich gibt es ein Preisgeld, aber darum geht es ja nicht, oder?

Die Endausscheidung findet an 2 auf einander folgenden Abenden statt. An jedem Abend lesen 6 Autoren bzw. Autorinnen genau die Texte, mit denen sie die Vorausscheidung gewonnen haben. Diese Texte dürfen jedoch verändert bzw. korrigiert sein; die ursprünglichen Diskussionen sollen ja unter Umständen zu etwas Besseren führen, oder? An jede dieser 6 Lesungen schließt sich eine Diskussion an; damit ist auch hier Milchstraßencharakter gewahrt.

Aus allen zwölf Kandidaten werden jene für den ersten und jene für den zweiten Abend am ersten Abend ausgelost. Die Reihenfolge der Lesungen wird am jeweiligen Abend kurz vor den Lesungen ausgelost.

Um eine möglichst hohe Gerechtigkeit zu erzielen, wird an beiden Abenden abgestimmt und die abgegebenen Stimmen dann prozentual zu der Anzahl der Stimmzettel an dem jeweiligen Abend ins Verhältnis gesetzt. Das ergibt eine/n absoluten Sieger bzw. Siegerin für beide Tage.

Das Preisgeld setzt sich zusammen aus den gesammelten Spenden an den jeweiligen Freitagen der Vorausscheidung und aus 15% von den Einnahmen des Eintritts an beiden Abenden.



Bisherige Preisträger

1991 - intern Prosa : Alexej Moir / München

1992 - intern Prosa : Arwed Vogel / München

1993 - überregional Prosa (548 Einsendungen) : Claudia Sykora-Bitter / Wien

1994 - intern Prosa : Petra Scherzer / München

1995 - überregional Prosa (112 Einsendungen) : Ulrich Büttner / München --- Alex Quednau / München

1995 - überregional Lyrik (107 Einsendungen) : Arnold Leifert / Much --- Florian Seidel / München

1996 ausgefallen

1997 - überregional Prosa (276 Einsendungen) : Ulrike Budde / Haar

1997 - überregional Lyrik (227 Einsendungen) : Thilo Schmid / Köln

1998 - intern Prosa : Jaromir Konecny / München

1998 - intern Lyrik : Jörg Schön / München

1999 - überregional Prosa : Karin Kusterer / München

1999 - überregional Lyrik : Hendrik Rost / Berlin

2000 - intern Prosa : Lilo Wirth

2000 - intern Lyrik : Hans-Karl Fischer / München

2003 - Sabina Lorenz und Simon Kalus, beide aus München

2004 - Elke A. Sommer, München

2005 - Robert Schikowski, München




Preisträger des 13. Haidhauser Werkstattpreises heißt Robert Schikowski

Rober Schikowski hat mit seiner lautmalerischen wortwitzigen "baierischen Lyrik" das Publikum überzeugt. Es wählte den Siegertext mit 89,7 Stimmen, dicht gefolgt von dem Text "Gefühl" von Jörg Neugebauer, der mit 87,4 Punkten den zweiten Platz belegte. Ihm folgte auf dem dritten Platz der Text "Blindfahrt" von Michaela Busenkell mit 77 Punkten.

Die Kandidaten für diesen 13. Haidhauser Werkstattpreis waren:
Armin Steigenberger
Benedikt Hakel
Carmen Ghazzali
Claudia Wessel
Erwin Wittmann
Jörg Neugebauer
Michaela Busenkell
Reiner Vollath
Robert Schikowski
Rudolf Freiberger
Uschi Dimper
Veit Peter Walther




Bericht über die Endausscheidung 2004

Die Siegerin des 12. Haidhauser Werkstattpreises heißt Elke A. Sommer.

Sabina Lorenz, die Siegerin des 11. Haidhauser Werkstattpreises in Doppelplazierung mit Simon Kalus, überreichte der Preisträgerin des 12. HWP den Pokal und gratulierte ihr herzlich.

Elke A. Sommer hat mit ihrem Text "Das falsche Jahr" das Publikum überzeugt. Es wählte den Siegertext mit 114,15 Stimmen. (Korrigenda: Eine Nachberechnung hat ergeben: 117,19 Stimmen hat Elke A. Sommer auf sich vereint.)

Wolfram Hirche, der Tagessieger des 1. Abends, folgte mit 112 Stimmen für seinen Text "4. Juli 54" der Preisträgerin und wurde angenehm überrascht. Spontan teilte Elke A. Sommer mit ihm den Publikumspreis, der aus 15% der Einnahmen und einem Geldpreis besteht, den das Publikum in den Vorrunden zum HWP und an den beiden Endausscheidungstagen am 23. und 24. Oktober im Vortragssaal der Stadtbibliothek am Gasteig zusammentrug.



Bericht über die Endausscheidung 2003

preistraeger-2003.jpg

Oben im Bild von links: 2003 Preisträger Simon Kalus, Vorsitzende des MLB Petra Lang, 2003 Preisträgerin Sabina Lorenz


Sabine Lorenz im MLB

Sabina Lorenz (auf der Treppe des Ruhms im MLB?)


Simon Kalus beim Bier nach der Preisverleihung

Simon Kalus (beim zählen des Preisgeldes?)


Das Publikum, das am 14. und 15. Juni 2003 im Bibliothekssaal im Gasteig zwei Tagessiegerinnen und Tagessieger und die Endsieger gewählt hat, war kompetent, fair und vor allem zahlreich. Haben am ersten Abend ca. 60 Besucher ihre Stimmen für die besten Texte abgegeben, so waren es am zweiten Abend rund 90.

Zur Tagessiegerin wurde am ersten Abend gewählt: Sabina Lorenz mit ihrem Text Phönix Goodbye Zum Tagessieger des zweiten Abends hat das Publikum Simon Kalus nominiert mit dem Text Jemand.

In einem raffinierten und zugleich einfachen mathematischen Verfahren, das die abgegebenen Stimmen der beiden Abenden ins Verhältnis zueinander setzt, damit die Stimmabgaben proportional gleich gewertet werden können, zeigte es sich: das Unwahrscheinliche wird möglich: Sabine Lorenz erhielt 158,65 Punkte, Simon Kalus 158. Die Statuten des Haidhauser Werkstattpreises sagen, dass bei einem Unterschied vom weniger als 1 der Preis geteilt wird.

So teilen sich nun die beiden glücklichen und vom Publikum heftig applaudierten Preisträger 15% der Gesamteinnahmen der beiden Abende sowie Publikumspenden, gesammelt bei den offenen Freitagslesungen, die jeden ersten Freitag im Monat im Münchner Literaturbüro stattfinden. Eine kalligrafische Urkunde gab es auch und einen Sachpreis, den ein Mitglied des MLB gestiftet hat.

Petra Lang, 1.Vorsitzende des MLB

   
 

 

   
       
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